... Der Ursprung lag dabei in einem vulkanisch getriebenen Klimaeinbruch, der insbesondere im Mittelmeerraum für extreme Wetterbedingungen und schlechte Wachstumsbedingungen sorgte. Ernteausfälle ließen die Sorge vor Hunger wachsen. Um die Versorgung zu sichern, wurde verstärkt Getreide importiert. Mit den Handelsschiffen kamen Ratten – und mit ihnen ein Erreger, den das Immunsystem der Menschen nicht kannte1.
Am Ende stand eine Pandemie.
Die Krise entstand also nicht aus einem einzigen Ereignis, sondern aus einer Kette von Ursachen und Wirkungen – eine sogenannte Klimawirkungskette.
Jetzt aber von Anfang an:
Der Einstieg in den Betroffenheits-Workshop für das Klimaanpassungskonzept stellte ein kurzer Rückblick auf die Bestandsaufnahme dar, inklusive des Graphic Recordings aus dem Auftaktworkshop. Die Vorstellung der Betroffenheits- und Hotspotanalyse zeigte, wie Klimadaten mit sozialen, demographischen und infrastrukturellen Indikatoren kombiniert wurden, um für jedes Handlungsfeld besonders betroffene Bereiche im VG-Gebiet kartographisch als Hotspots sichtbar zu machen.
Im Rahmen der Workshop-Phase stand dann das Prinzip der Klimawirkungsketten im Mittelpunkt: Wie wirken klimatische Veränderungen – und welche Folgen ergeben sich daraus für unsere Verbandsgemeinde? Um Zusammenhänge und mögliche Dominoeffekte sichtbar zu machen, wurden die Ergebnisse der Bestandsanalyse von Klimawirkungen in lokalspezifischen Klimawirkungsketten aufbereitet. Diese zeigen, wie klimatische Einflüsse, Sensitivitäten und räumliche Exposition zusammenhängen und wie sich Effekte handlungsfeldübergreifend verstärken können.
Dafür arbeiteten Vertreter:innen aus allen Gemeinden sowie lokale Fachakteure aus Verwaltung, Kreis und Praxis in drei priorisierten Handlungsfeldern (gemäß Deutscher Anpassungsstrategie):
- Menschliche Gesundheit
- Biologische Vielfalt
- Bauwesen
In den Fachgruppen wurden Klimawirkungsketten entwickelt, Risiken bewertet und Anpassungshorizonte eingeschätzt. Diese gemeinsame Priorisierung bildet nun die Grundlage für die anstehende Maßnahmenentwicklung.
Denn ob im 14. Jahrhundert oder heute gilt:
Wer Klimafolgen verstehen will, muss in Zusammenhängen denken.
Vielen Dank an das Team unseres Projektpartners Energy Effizienz GmbH sowie das ISOE für die spannenden, verständlichen Einblicke und den rundum unterhaltsamen Workshop.
Und ein ganz besonderer Dank natürlich auch an alle Teilnehmer:innen für ihre engagierte Mitarbeit und den wertvollen Austausch.
1 Bauch, M., Büntgen, U. Climate-driven changes in Mediterranean grain trade mitigated famine but introduced the Black Death to medieval Europe. Commun Earth Environ 6, 986 (2025). https://doi.org/10.1038/s43247-025-02964-0
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