Ortsgemeinde Appenheim

Zwischen sanften Hügeln im rheinhessischen Welzbachtal gelegen, wurde Appenheim das erste Mal im Jahr 882 im Liber Aureus, dem Goldenen Buch urkundlich erwähnt. Tatsächlich aber dürfte Appenheim noch älter sein und zwischen 500 und 700 in der Zeit der Fränkischen Landnahme gegründet worden sein.

Zu sehen ist der Rechenborn in Appenheim.Zu sehen ist der Rechenborn in Appenheim.

Historisch ist unser „Rechenborn“, eine Quelle, aus der die Appenheimer bis zum Bau der ersten Wasserleitung um die Jahrhundertwende, ihr Trinkwasser entnahmen. 1760 wurde ein Brunnen gebaut, aus dem das kühle Nass bis heute fließt. Damals wie heute wird das Wasser in drei Röhren ans Tageslicht geleitet. Die drei Rohre symbolisieren nach alter Überlieferung die drei Religionen, die damals das Leben der Gemeinde prägten: die Protestanten, die Katholiken und die Juden. Bis 1900 gab es eine Synagoge in Appenheim. Nun erinnert nur noch der alte jüdische Friedhof  an die ehemaligen Gemeindemitglieder.

Zu sehen ist das Rathaus von Appenheim.Zu sehen ist das Rathaus von Appenheim.

Das historische Rathaus wurde in der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts errichtet. 1983 wurde es renoviert. Die offene Halle und das Fachwerk wurden wieder freigelegt.

Eine evangelische und eine katholische Kirche gehören zum historischen Ortskern.

Inzwischen zählt Appenheim rund 1500 Einwohnerinnen und Einwohner.
Landwirte, Obstbauern und Winzer bewirtschaften insgesamt rund 650 ha Fläche, wobei der Weinbau die Charakteristik des Ortes deutlich prägt. In den Weinbergen werden auf 150 ha vor allem die klassischen Rebsorten Müller-Thurgau, Riesling, Silvaner sowie traditionell auch Rotwein angebaut. Bekannt ist Appenheim durch deutschlandweit carbonatreichster Weinlage, dem Appenheimer „Hundertgulden“. Die ortsansässigen Winzer produzieren sehr erfolgreich- auch für den überregionalen Weinkenner.

Landschaft und Tourismus

Die herrlichen Ausblicke auf den Ort kann man auf den vielen verschiedenen ausgewiesenen Wanderwegen genießen. Zu denen gehören der Panorama-, der 7-Quellen-Weg , der Jakobsweg und die Hiwwel-Route. Diese verbindet die Städte Worms, Alzey, Mainz, Ingelheim und Bingen mit der rheinhessischen Hügellandschaft. Daher auch ihr Name: Hiwwel - das sind nach rheinhessischer Mundart die Hügel, die auf dieser Strecke immer wieder wunderbare Ausblicke über das ganze Land bieten. Die Route ist ca. 160 km lang und in vier Etappen unterteilt.

Zu sehen ist der Blick ins Welzbach. Im Hintergrund Appenheim.Zu sehen ist der Blick ins Welzbach. Im Hintergrund Appenheim.

Ein Weinlehrpfad rundet die Wanderung durch die Gemarkung ab. Die Eigenheiten der rheinhessischen Weine resultieren aus dem Zusammenspiel von Winzer, Boden, Klima und Relief. Der Lehrpfad versucht, Rheinhessens wichtigste Weinbergsböden darzustellen, zu erklären und Wissenswertes über unsere Weinsorten zu vermitteln.

Der an Appenheim vorbeiführende Jakobspilgerweg ist ein uralter Weg, der von Worms quer durch Rheinhessen nach Bingen verläuft und in Santiago de Compostela, der Stadt des „Heiligen Jakob vom Sternenfeld“ im äußersten Nordwesten Spaniens endet.

Infrastruktur, Einwohner und Vereine

Zu sehen ist die Welzbachtalgrundschule in Appenheim.Zu sehen ist die Welzbachtalgrundschule in Appenheim.

Der gemeindeeigene Kindergarten „Rebenzwerge“, die Grundschule Welzbachtal, viele verschiedene Gewerbebetriebe, neu gestalteter Dorfladen mit Bäcker und die darüber liegende „Begegnungsstätte“/ Dorfgemeinschaftshaus, zwei Spielplätze, ein Grillplatz mit Grillhütte, ein Restaurant „Die 100 Guldenmühle“ (ist auch Stempelstation des Jakobswegs), Straußwirtschaften, Gästehäuser und Ferienwohnungen und vieles mehr stehen Einwohnern und Gästen Appenheims zur Verfügung.

Darüber hinaus betreiben die Appenheimer ein reges Vereinsleben, durch welches die Dorfgemeinschaft belebt wird: Zwei Gesangvereine, der Turnverein, die Freiwillige Feuerwehr, der Sportverein, der Radsportverein, und Bauern- und Landfrauenverein bieten vielfältige Freizeit-und Gestaltungsmöglichkeiten. Ebenso ein aktiver Partnerschaftsverein, der seit 2003 eine Partnerschaft mit der italienischen Gemeinde Marano im Valpolicella pflegt und jährlich wechselseitig Delegationen entsendet oder empfängt und die Liebe zum Wein und zum kulturellen Austausch teilt.

Regelmäßige Feste und Veranstaltungen sowie eine aktive Kerbejugend im Ort beleben diesen zusätzlich. Besuchen Sie uns und genießen Sie rheinhessische Lebensart und Spezialitäten bei einem guten Glas Wein.


Ortsspitze

Ortsbürgermeister:
Georg Schacht (SPD)
1. Beigeordneter:
Roland Bieser (SPD)
Beigeordneter:
Thomas Grundmann (FDP)

Sprechzeiten

Sprechzeiten des Ortsbürgermeisters:

Donnerstag 16:30 bis 18:30 Uhr

Kurz und Knapp

1. urkundliche Erwähnung: 882
Fläche: 698 ha
Einwohnerzahl: 1.453
(Stand Januar 2018)

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