- Aktuelle Aktivitäten11.06.2026Hitzeaktionstag: Gemeinsam für gesundheitlichen HitzeschutzHitze zählt bereits heute zu den größten gesundheitlichen Folgen des Klimawandels in Deutschland. Besonders anhaltende Hitzewellen können für viele Menschen zur Belastung und sogar zur Gefahr werden.Anlässlich des Hitzeaktionstags am 11. Juni rücken wir das Thema Hitzeschutz stärker in den Fokus. In den kommenden KlimaTipps widmen wir uns daher gezielt den Auswirkungen von Hitze sowie konkreten Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit im Alltag. Hier geht's zu den KlimaTipps der VG Gau-Algesheim.seit Juni 2026"Kühle Orte"-Karte jetzt online verfügbarAn heißen Tagen zählt jeder kühle Ort – ob im Schatten, am Bach oder in klimatisierten Räumen. Die „Karte der kühlen Orte im Landkreis Mainz-Bingen“ zeigt Ihnen auf einen Blick, wo Sie auch im Sommer angenehme Temperaturen finden. Die Karte ist sowohl online als auch unterwegs nutzbar und hilft dabei, bestehende kühle Orte zu entdecken und neue Lieblingsplätze zu finden. Verschiedene Kategorien sorgen für eine gute Übersicht.Machen Sie mit! Kennen Sie weitere kühle Orte in Ihrer Gemeinde, die in die Karte aufgenommen werden sollten? Dann senden Sie gerne Ihren Vorschlag an die zuständige Stelle per E-Mail an oder telefonisch 06132 787-2177 (Fachbereich Klimaanpassung, Energiemanagement und Klimaschutz)Wir wünschen Ihnen eine angenehme Abkühlung und viel Freude beim Entdecken der kühlen Orte in der Verbandsgemeinde und darüber hinaus!06. August 2025Erfrischung für heiße Tage: Landkreis Mainz-Bingen veröffentlicht "Kühle Orte"-KarteEgal ob Brunnen, schattiger Park oder kühles Museum - der Landkreis Mainz-Bingen hat eine neue Hitzebroschüre veröffentlicht, um Bürgerinnen und Bürger über erfrischende und kühle Orte im Landkreis zu informieren, damit sie die heißen Tage des Jahres auch im Freien genießen können.Mit dabei natürlich auch die VG Gau-Algesheim: Von Appenheim bis Schwabenheim findet ihr zu allen Ortsgemeinden und der Stadt Gau-Algesheim die Adressen zu Brunnen und Wasserstellen, kühlen öffentlich zugänglichen innenräumen, sowie schattigen Orten, Sitzgelegenheiten, Spiel- und Bolzplätzen – inklusive direkter Links zu den Orten via Google Maps.Ab Mitte August liegt die Broschüre auch in allen Orts- und Verbandsgemeindeverwaltungen kostenlos aus.Weiterführende Informationen gibt es beim Umwelt- und Energieberatungszentrum (UEBZ) der Kreisverwaltung unter 06132-787-2170/2177 oder .10. Juli 2025 um 19.00 Uhr im RatssaalVortrag "Kühler Wohnen - was tun gegen die Hitze?"Der kostenfreie, gut einstündige Vortrag mit anschließender Möglichkeit zur Fragerunde erklärt den Bürger:innen, wie die Überhitzung von Wohngebäuden zustande kommt und was man dagegen tun kann. Zu den Themen gehörten Verschattungsmöglichkeiten, die Dämmung der Gebäudehülle, Dach- und Fassadenbegrünung sowie das mechanische Kühlen durch Klimaanlagen oder Wärmepumpen.Die Veranstaltung war Teil des Beratungsangebots der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Weitere Informationen zum Thema Klimawwandel der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz finden Sie hier.Umsetzung voraussichtlich im Herbst 2025Umsetzung des Projekts Beschattung für den Spielplatz "Am Sonnenhang" in Nieder-Hilbersheim im Rahmen des "Kommunalen Investitionsprogramms Klimaschutz und Innovation" (KIPKI).seit Juli 2025Refill-Station Deutschland: die VG-Verwaltung ist Refill-Station und bietet damit kostenfreies Leitungswasser für jedes mitgebrachte Trinkgefäß an. Ziel der Initiative ist es, aktiv zur Reduzierung von Plastik beizutragen und auf die Probleme der Ressourcenverschwendung und Umweltverschmutzung durch Plastik aufmerksam zu machen. Damit kann außerdem insbesondere an heißen Tagen einen Beitrag zur ausreichenden Flüssigkeitsversorgung geleistet werden. Die Aktion verbindet Gesundheitsschutz mit Umweltschutz – ganz im Sinne unseres kommunalen Klima- und Nachhaltigkeitsmanagements.
Auf der "Karte von morgen" findet ihr alle registrierten Standorte von Refill Deutschland. In der Verbandsgemeindeverwaltung Gau-Algesheim steht der Wasserspender im Erdgeschoss, hinter der Anmeldung links im Gang. Hier ist kostenloses Auffüllen mit ungekühltem, gekühltem oder gekühlt-gesprudeltem Wasser möglich, siehe auch ein Foto vom Wasserspender hier.seit Juli 2023Regelmäßige Veröffentlichung im Amtsblatt des Plakats "Sommerhitze gut überstehen - Tipps für Ihren Alltag" (siehe Reiter unten) - Hitze und Gesundheit
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bezeichnet den Klimawandel als „die größte Gesundheitsbedrohung für die Menschheit“ (WHO 2021). Wie viele andere internationale Institutionen erkennt sie darin eine der zentralen globalen Herausforderungen für die öffentliche Gesundheit – heute und in Zukunft.
Globale Klimarisiken haben lokale Auswirkungen: Die Folgen des Klimawandels wirken sich auf unsere Gesundheit, Wohlbefinden und Lebensqualität aus. Steigende Temperaturen und eine Zunahme an Extremwettereignissen, wie Hitzewellen, Überflutungen und Stürme, können sowohl unseren körperlichen als auch mentalen Zustand negativ beeinflussen. Sehr junge und alte, sowie chronisch kranke Menschen zählen zu den besonders vulnerablen Bevölkerungsgruppen gegenüber den gesundheitlichen Belastungen durch den Klimawandel.
Die Auswirkungen auf die Gesundheit zeigen sich dabei auf vielfältige Weise - direkt und indirekt. Neben durch klimatische Veränderungen hervorgerufene Auswirkungen physischer Art wie Infektionen, Verletzungen oder im Extremfall auch Todesfälle, zählen auch mentale Belastungen wie Stress oder Angstzustände zu den gesundheitlichen Folgen der Klimakrise.
Hier einige Beispiele, wie der Klimawandel bereits Einfluss auf unser Wohlbefinden nimmt:
- Hitze und Hitzewellen: Hitzestress, Kreislaufbelastung, erhöhte Sterblichkeit an heißen Tagen, Dehydrierung, Schlafprobleme durch hohe Nachttemperaturen, Produktivitätsverlust und Konzentrationsschwäche (erhöhte Unfallgefahr)
- Luftqualität und Luftschadstoffe: Zunahme bodennahen Ozons bei Hitze (Atemwegreizung), Risiko für Trockenheiten (Waldbrandgefahr), Verstärkung chronischer Erkrankungen (z.B. Asthma, COPD)
- Allergien und Pollen: längere und stärkere Pollenbelastung, Zunahme allergischer Erkrankungen sowie Ausweitung neuer Allergene
- Wasserbedingte Auswirkungen: Vermehrung von Krankheitserregern, Belastungen durch sowohl Starkregen/Überflutungen als auch Dürre/Trockenheitsperioden
- Infektionskrankheiten: Zunahme übertragbarer Krankheiten (Wetterveränderungen führen zu längerer Aktivitätssaison von z.B. Mücken, Zecken), neue Krankheitserreger durch Veränderung der Ökosysteme
- psychische Gesundheit: klimawandelbedingter Stress und Sorgen, Traumatisierung nach Extremwetterereignissen, Isolation älterer Menschen bei Hitze und Unwetter, Existenzsorgen bei von klimatischen Bedingungen abhängigen Berufsgruppen (z.B. LandwirtInnen)
Weitere Informationen zum Thema "Klimawandel und Gesundheit" vom Umweltbundesamt finden Sie außerdem hier.
- Sommerhitze gut überstehen - Tipps für ihren Alltag

- Hitzeschutz und Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen
Soziale Einrichtungen wie Kindertagesstätten, Schulen, Pflegeeinrichtungen oder Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen stehen durch zunehmende Hitzeperioden vor besonderen Herausforderungen. Kinder, ältere Menschen und gesundheitlich beeinträchtigte Personen gehören zu den besonders hitzegefährdeten Bevölkerungsgruppen und benötigen an heißen Tagen besonderen Schutz.
Auch wenn sich der Hitzeaktionsplan der Verbandsgemeinde Gau-Algesheim derzeit noch im Aufbau befindet, möchten wir Einrichtungen bereits jetzt hilfreiche Informationen und praxisnahe Materialien zur Verfügung stellen:
- Ratgeber für Kitas, Grundschulen und Eltern: Das Bundesministerium stellt einen praxisnahen Leitfaden zum Umgang mit Hitze in Kindertageseinrichtungen zur Verfügung. Neben allgemeinen Informationen enthält er konkrete Empfehlungen für den Alltag, beispielsweise zu Trinkmengen, Sonnenschutz, Tagesablauf und Raumklima.
- Das Zentrum KlimaAnpassung (ZKA) hat einen Leitfaden für Fachpersonal und Träger sozialer Einrichtungen veröffentlicht. Dieser enthält zahlreiche Anregungen und Maßnahmen, wie Einrichtungen langfristig an die Folgen des Klimawandels angepasst werden können – von organisatorischen Maßnahmen bis hin zu baulichen Lösungen.
Weitere wichtige Infos:
- „Hitze und Hitzeschutz“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
- Information der Unfallkasse Rheinland-Pfalz, u.a. mit der Info „Sommer, Sonne, Sonnenschutz: Tipps zum Sonnenschutz in der Kita“, aber auch mit Materialien zum Bestellen und der Ausschreibung für eine Prämierung:
Sie möchten den Hitzeschutz in Ihrer Einrichtung verbessern oder suchen Unterstützung bei der Entwicklung geeigneter Maßnahmen? Gerne beraten wir Sie zu möglichen Ansätzen und unterstützen Sie bei Fragen rund um Hitzeschutz und Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen. Kontakt:
- Kommunaler hitzeschutz
Obwohl die Verbandsgemeinde Gau-Algesheim noch keinen vollständig ausgearbeiteten Hitzeaktionsplan vorlegt, werden derzeit wichtige Informationen und erste Schritte im Bereich Hitzeschutz gesammelt.
Für Deutschland gibt es bislang keine einheitlichen Vorgaben für Hitzeaktionspläne. Die Bund/Länder-Arbeitsgruppe „Gesundheitliche Auswirkungen des Klimawandels“ (GAK) hat deshalb allgemeine Empfehlungen erstellt. Sie dienen als gemeinsame Grundlage für kommunale und regionale Hitzeschutzkonzepte und sollen dabei helfen, den gesundheitlichen Auswirkungen von Hitze im Rahmen der Klimaanpassung gezielt zu begegnen. Die "Handlungsempfehlungen für die Erstellung von Hitzeaktionsplänen zum Schutz der menschlichen Gesundheit" (2017) wurden als Art Blaupause für die kommunalen Behörden erarbeitet, um so regional angepasste Hitzeaktionspläne zu entwickeln.
Die Handlungsempfehlungen orientieren sich an der WHO-Leitlinie (2008) und gliedern sich in die folgenden acht Kernelemente:
- Zentrale Koordinierung und interdisziplinäre Zusammenarbeit
- Nutzung eines Hitzewarnsystems
- Information und Kommunikation
- Reduzierung von Hitze in Innenräumen
- Besondere Beachtung von Risikogruppen
- Vorbereitung der Gesundheits- und Sozialsysteme
- Langfristige Stadtplanung und Bauwesen
- Monitoring und Evaluation der Maßnahmen
Für die Umsetzung dieser Elemente empfiehlt die WHO, fünf Zeithorizonte anzusetzen:- langfristige Entwicklung und Planung
- rechtzeitige Vorbereitung vor dem und auf den Sommer
- Schutz während des Sommers
- spezielle Maßnahmen während akuter Hitzperioden/ Hitzewellen
- Monitoring und Evaluation
Derzeit entwickeln und koordinieren wir Maßnahmen, die die Empfehlungen auf die spezifischen Bedürfnisse der Verbandsgemeinde Gau-Algesheim zuschneiden. - Weiterführende Links und Informationen
Globale Ebene
- Weltgesundheitsorganisation (WHO): Informationen zum Thema Hitzewellen ("Heatwaves") und Hitze und Gesundheit ("Heat and health") sowie die Leitlinie "Heat-health action plans: guidance" von 2008
- Global Heat Health Information Network (GHHIN): Das internationales Netzwerk, das sich auf die Minimierung der gesundheitlichen Risiken durch extreme Hitze konzentriert, wurde 2016 ins Leben gerufen und wird gemeinsam von der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) und der US-amerikanischen National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) geleitet.
Bundesebene
- Bundesministerium für Gesundheit (BMG): Informationen zur Prävention ("Gesundheitsrisiko Hitze"), der Hitzeschutzplan für Gesundheit des BMG (Juli 2023) sowie die Weiterentwicklung des "Hitzeschutzplans für Gesundheits des BMG (Roadmap 2025)
- Hitzewarnsystem des Deutschen Wetterdienstes (DWD)
- Robert Koch-Institut (RKI): Gesundheitliche Auswirkungen von Hitze
- Umweltbundesamt (UBA): Der Hitzeknigge - Tipps für das richtige Verhalten bei Hitze sowie die Mitmach-Kampagne "Schattenspender" mit dem Kampagnenleitfaden "Spenden Sie Schatten"
Landesebene Rheinland-Pfalz
- Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit: Alles wichtige zum Thema Hitze und der aktuelle Hitzeaktionsplan 2024 für Rheinland-Pfalz
- Kompetenzzentrum für Klimawandelfolgen Rheinland-Pfalz (KfK-RLP): Startseite
- Hitze und Hitzewellen sowie weitere Informationen zu Hitzemortalität, Arbeitsunfähigkeit, sowie Hitze- und Trockenstress im Bereich Wald- und Forstwirtschaft
- Entwicklung der Globaltemperatur (01/2023)
Landkreis Mainz-Bingen
- Aktuelle Aktivitäten und Informationen finden Sie auf der Homepage ("Hitzeschutz - Tipps für die heißen Tag")
- Projekte im Rahmen des "Kommunalen Investitionsprogramms Klimaschutz und Innovation" (KIPKI): Für insgesamt 69 Projekte haben Städte, Gemeinden, Kirchen und Vereine Anträge für das Programm "Bäume und Schatten statt Beton und Hitze" eingereicht (siehe PM vom 22.04.2025: Hitzeschutz wird immer wichtiger: Landkreis Mainz-Bingen fördert Projekte vor Ort)
- Hitzebroschüre: Hitzefrei im Landkreis - Ihre Sommerkarte für kühle Orte und schattige Plätze (August 2025), vom Umwelt & Energieberatungszentrum (UEBZ)
Gemeinsam aktiv werden!
Wirksamer Hitzeschutz braucht gemeinsames Handeln – Ihre Hinweise, Erfahrungen und Ideen sind dabei von großer Bedeutung.
Wir freuen uns auf den Austausch und stehen für Fragen und Anregungen gerne zur Verfügung.
Fachbereich Klima & Umwelt
Klimaanpassung
Abteilung Umwelt und Bauen | Raum 204
Hospitalstraße 22 | 55435 Gau-Algesheim
06725 - 910 - 130


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