Ideen aus der PRaxis

Wie kann ein naturnaher Garten aussehen? Die Möglichkeiten sind so vielfältig wie die Natur selbst. Ob Wildblumenwiese, Totholzecke, Trockenmauer oder heimische Gehölze – bereits kleine Maßnahmen schaffen wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen und tragen gleichzeitig zu einem angenehmen Gartenklima bei.

Auf dieser Seite möchten wir Ihnen gelungene Beispiele aus der Verbandsgemeinde Gau-Algesheim vorstellen und Anregungen für Ihren eigenen Garten geben.

Machen Sie mit!
Sie haben Ihren Garten naturnah gestaltet oder kennen ein besonders gelungenes Beispiel? Dann freuen wir uns über Ihre Fotos und eine kurze Beschreibung. So können wir gemeinsam zeigen, wie vielfältig und lebenswert unsere Verbandsgemeinde ist.


Wichtig zu wissen:
Den perfekten Naturgarten gibt es nicht. Jede noch so kleine Maßnahme, die Lebensräume schafft oder erhält, ist ein Gewinn für die Artenvielfalt und unsere Umwelt.

Dieser Steinhaufen wurde von der Evangelischen Naturschutzgruppe Appenheim und der Appenheimer Interessengemeinschaft angelegt. 
Steinhaufen bieten – ähnlich wie Trockenmauern – einen besonderen Lebensraum. Die Steine speichern tagsüber Wärme und geben sie nachts langsam wieder ab. Zwischen den Hohlräumen entstehen geschützte Verstecke und Brutplätze für zahlreiche Tierarten. Mit etwas Glück lassen sich hier auch Eidechsen beobachten, die die warmen Steine als Sonnenplatz nutzen.




Totholz gehört zu den artenreichsten Lebensräumen im Garten. Der hier gezeigte Totholzhaufen entstand aus den Überresten eines alten Kirschbaums.

Moose, Flechten, Pilze sowie zahlreiche Käfer, Wildbienen und andere Insekten finden hier Nahrung, Schutz und Entwicklungsräume. Besonders sogenannte saproxylische Arten sind auf abgestorbenes Holz angewiesen. Ein kleiner Totholzhaufen kann daher einen großen Beitrag zur Biodiversität leisten.



Naturnahe Gärten zeichnen sich durch abwechslungsreiche Strukturen aus. Im Geäst dieses Rosenstrauchs wurden verschiedene Nisthilfen integriert.
Ein mit Stroh gefüllter, umgedrehter Tontopf dient Ohrwürmern als Unterschlupf. Zusammengebundene Pflanzenstängel – beispielsweise der Fetthenne – bieten Wildbienen und anderen Insekten geeignete Nistmöglichkeiten. Ergänzt wird der Bereich durch ein Insektenhotel.
Je vielfältiger die Strukturen im Garten sind, desto mehr Tierarten können dort einen Lebensraum finden.




Nisthilfen allein reichen für Wildbienen und andere Bestäuber nicht aus. Ebenso wichtig sind ausreichend blühende Pflanzen, die vom Frühjahr bis in den Herbst Nahrung bieten.
Das gezeigte Beispiel zeigt, wie einfach dies gelingen kann: Ein Teil der Wiese wird regelmäßig gemäht, während ein anderer Bereich stehen bleibt. So entstehen blütenreiche Rückzugsräume für Insekten, ohne dass der Garten seine Nutzbarkeit verliert. Mensch und Natur profitieren gleichermaßen.



Große, alte Bäume bieten unzähligen Tierarten Nahrung, Nistplätze und Verstecke. Die Kastanie am Ockenheimer Friedhof ist dafür ein beeindruckendes Beispiel.
Doch auch kleinere Bäume leisten einen wichtigen Beitrag zur Artenvielfalt und zur Klimaanpassung. Sie spenden Schatten, verbessern das Mikroklima und bieten zahlreichen Tieren Lebensraum. Besonders empfehlenswert sind heimische Arten oder alte, regionale Obstsorten.